Katastrophenschutz-Übung „Feuervogel 2013“

Gemeinsame Luftbeobachter- und Waldbrandbekämpfungsübung am im Raum Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart  erfolgreich abgeschlossen

Eine erfolgreiche Übungsbilanz zogen die Regierung von Unterfranken und die Luftrettungsstaffel Bayern für die Luftbeobachter-Einsatzübung „Feuervogel 2013“, die im Landkreis Würzburg und den benachbarten Landkreisen Kitzingen und Main-Spessart bei großem Medieninteresse stattfand. Nach der Begrüßung durch Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer hatte der Bayerische Innenstaatsekretär Gerhard Eck gemeinsam mit  LRSt-Präsident Karl Herrmann auf dem Flugplatz Giebelstadt den Startschuss für diese Luftbeobachterübung gegeben.


(Von rechts) LRSt-Präsident Karl Herrmann, Innenstaatssekretär Gerhard Eck, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und Bürgermeister Helmut Krämer, Giebelstadt, lassen sich die Einsatzmöglichkeiten einer Bell UH 1 erklären.

Ausgehend von verschiedenen Übungsszenarien, die vor Ort in den umliegenden Landkreisen real dargestellt wurden, nahmen rund 30 unterfränkische Luftbeobachter an der Übung teil. Die Flugbereitschaft Unterfranken hatte, unterstützt durch den „Schnellen Einsatzhubschrauber SEH“ aus der Oberpfalz,  die entsprechenden Flächenflugzeuge zur Verfügung gestellt und die Aufgaben ausgearbeitet. So galt es auf insgesamt 8 verschiedenen Routen unter anderem ein abgestürztes Segelflugzeug im Bereich Kleinrinderfeld, besondere Gewässerauffälligkeiten auf dem Main im Bereich Laudenbach, sowie verdächtige Rauchentwicklungen im Gramschatzer Wald zu entdecken. Auch die Dokumentation der verschiedenen Schadenslagen und das Führen von Einsatzfahrzeugen aus der Luft zählten zu den Aufgaben.


Gut gezielt ist halb gelöscht! Ein Bell im Löschanflug auf die „Brandstelle“

Die größte Herausforderung der Luftbeobachter bestand allerdings im Entdecken und Melden von realen Brandstellen im Reupelsdorfer Forst (Landkreis Kitzingen), die eigens zu diesem Zweck  entzündet wurden. Das Ablöschen dieses simulierten Waldbrandes erfolgte dann durch „Luftunterstützung“. Hubschrauber mit Löschwasseraußenlastbehältern, die von der Bundeswehr, der Bundespolizei und der Bayerischen Bereitschaftspolizei gestellt wurden, übernahmen nach Einweisung durch den Luftbeobachter das Löschen der verschiedenen Brandnester, was so gut und treffsicher bewältigt wurde. Deshalb mussten  die Feuer mehrmals wieder entzündet werden, um dem praktischen Übungsgeschehen nicht vorzeitig ein Ende zu setzen. Die Löschwasserentnahme erfolgte, um die Schifffahrt nicht zu gefährden nicht aus dem Main, sondern aus einer Kiesgrube der Fa. LZR bei Hörblach.

Der Dank des Regierungspräsidenten galt den beteiligten, mitübenden Kräften der Bundeswehr (Transporthubschrauber-Regiment 30, Niederstetten, der Division Luftbewegliche Operationen, Veitshöchheim), der Bundespolizei (Bundespolizei-Flugdienst im Waldbrandeinsatz, Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal), der Bayerischen Bereitschaftspolizei (Polizeihubschrauberstaffel Roth),  die aktiv an den Waldbrandbekämpfungsmaßnahmen aus der Luft beteiligt waren.


Aus dem „SEH“: Online-Bild der Absturzstelle des Segelflugzeugs wird direkt in die Einsatzleitung übermittelt.

Er dankte  besonders der Luftrettungsstaffel Bayern e.V., namentlich der Flugbereitschaft Unterfranken und deren Leiter Bernd Große, die schon bei Anlage und Vorbereitung der Übung Hand in Hand mit der Regierung von Unterfranken zusammengearbeitet hat und Flugzeuge und Piloten für die Übung stellte. Unterstützt und ermöglicht wurde die Übung auf dem Verkehrslandeplatz Giebelstadt durch Armin Stumpf, Geschäftsführer der Flugplatz Giebelstadt GmbH und den Fugplatzleiter Karl Herrmann jr., der die fliegerischen Aufgaben ausgearbeitet und vorbereitet hatte. Ebenfalls in die Übungsvorbereitung und –durchführung eingebunden waren der regionale Waldbrandbeauftragte des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und der Forstbetrieb Arnstein der Anstalt des öffentlichen Rechts „Bayerische Staatsforsten“. Dr. Beinhofer dankte auch den beteiligten Feuerwehrkräfte bzw. Einsatzkräfte der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, der Freiwilligen Feuerwehren Aschaffenburg, Kitzingen, Kist und Rottendorf, dem BRK-Kreisverbandes Würzburg sowie den Unterstützungsgruppen der Örtlichen Einsatzleitung des Landkreises Main- Spessart, Glattbach und Rottendorf.

Rund 60 hochrangige Gäste und Beobachter der teilnehmenden Einheiten sowie verschiedener Katastrophen- und Sicherheitsbehörden aus ganz Bayern und Unterfranken konnten sich vom erfolgreichen Übungsverlauf überzeugen. Sind doch derartige Übungen ein wichtiger und notwendiger Teil einer präventiven Katastrophenbewältigung.
Unterfranken ist der waldreichste Regierungsbezirk in Bayern. Waldbrände vornehmlich im Frühjahr und Sommer sind damit in Unterfranken durchaus denkbare Katastrophenereignisse, wie das vergangene Jahr gezeigt hat. Anlass genug für die Regierung von Unterfranken, die Luftbeobachtereinsätze als obere Katastrophenschutzbehörde für Unterfranken anordnet, die praktische Luftbeobachterfortbildung in den Mittelpunkt ihrer K-schutzvorsorgeplanung des Jahres 2013 und der daraus resultierenden  Katastrophenschutz-Übung „Feuervogel 2013“ zu stellen.