1967
Vorgespräche über den Aufbau der geplanten
„Luftrettungsstaffel
Süd“
1968
Während der Osterfeiertage erster Einsatz der LRSt Bayern zur
Verkehrsbeobachtung über südbayrischen Autobahnen.
20. Juli: Auf dem Flugplatz München-Neubiberg wird die LRSt Bayern
der Öffentlichkeit vorgestellt. General a.D. Erich Hampe
übergibt
die Abzeichen der Staffel an deren ersten Leiter, Walter Lill und an
weitere
69 Piloten. Auf 12 Stützpunkten stehen 33 Flächenflugzeuge
und
2 Hubschrauber bereit. Die ersten Stützpunktleiter sind: Fritz
Hobrack
(Arnbruck), Franz Strobel (Augsburg), Friedrich Gerfertz (Bamberg),
Karl
Schmitt (Bayreuth), Franz Hofmann (Haßfurt), Hermann Streng
(Herzogenaurach),
Josef Barnsteiner (Kempten), Hubert Eilbacher (Mainbullau), Hans Fetzer
(München), Gerhard Bertram (Passau), Josef Wieser (Bad
Reichenhall)
und Ernst Schramm (Schwabach).
23. Oktober: Erster Luftbeobachter-Lehrgang der LRSt in München.
1969
Mai: Zweiter Luftbeobachter-Lehrgang mit Teilnehmern aus ganz Bayern.
Herbst: Die LRSt nimmt an der Katastrophenschutzübung „Chiemsee“
teil. Geprobt wird die Bekämpfung eines Ölschadens.
1970
Sommer: Gemeinsamer Luftbeobachter-Lehrgang mit dem Technischen
Hilfswerk
in Mittelfranken.
5. Dezember: In Gunzenhausen erhalten die ersten 7 Luftbeobachter des
THW aus der Hand von General a.D. Erich Hampe ihre Urkunde.
1971
Mai: Oberst a.D. Heyer, Geschäftsführer des
Luftsportverbands-Bayern,
wird neuer Leiter der Luftrettungsstaffel.
November: in Eichstätt findet der erste Luftbeobachter-Lehrgang
des Bayerischen Innenministeriums (BStMI) statt. Piloten und Fluglehrer
der Staffel bilden dort Luftbeobachter für die Olympische Spiele
in
München aus. Auch 1972, 1974 und 1975 wirkt die LRSt bei
derartigen
Lehrgängen des BStMI mit.
1973
Oktober: Mit der „Bekanntmachung über den Einsatz von
Luftfahrzeugen
für polizeiliche Zwecke, den Rettungsdienst und den
Katastrophenschutz“,
veröffentlicht im Ministerialamtsblatt der Bayerischen Inneren
Verwaltung
Nr. 40 vom 24.10.1973 wird die Luftrettungsstaffel endgültig
fester
Bestandteil der Katastrophenschutzplanung des Freistaats. Trotzdem
steht
das Schicksal der LRSt auf des Messers Schneide. Die Organisation
zerfällt
zusehends. Einzige Aktivität in diesem Jahr: ein
Luftbeobachter-Lehrgang
des BStMI in Eichstätt.
1975
General a.D. Erich Hampe ernennt Dipl.-Ing. Ernst Schramm zum neuen
Leiter der LRSt.
Bis Jahresende wird die Staffel komplett neu organisiert, u.a. wird
die heute noch geltende Gliederung in Flugbereitschaften
eingeführt.
1976
1. Januar: Auf 26, z.T. völlig neuen Stützpunkten stehen
nun 277 Piloten mit 101 Flächenflugzeugen bereit.
5. Luftbeobachter-Lehrgang des BStMI in Eichstätt.
15. März: In der Sendung „Unser Land“ läuft der erster
längere
Fernsehfilm über die Arbeit der LRSt. Gedreht wird zwischen
Schwabach
und Allersberg.
19.6 bis 22.7: „Feuertaufe“ für die neue LRSt. Bayernweit sind
täglich bis zu 14 Flugzeuge der Staffel im Einsatz. Bei 367
Flügen
werden 191 Brände aus der Luft entdeckt, davon 64 Waldbrände.
Trotz extremer Dürre wird in Bayern eine Wiederholung der
niedersächsischen
Brandkatastrophe vom Sommer 1975 verhindert.
Bis Jahresende werden von Flugzeuge der LRSt insgesamt 222 Brände
aus der Luft entdeckt und weitergemeldet.
1977
19. März: Landshut wird Stützpunkt der Luftrettungsstaffel.
In diesem Jahr folgen Eggenfelden, Königsdorf, Erding und
Freising.
23. April: Aus rechtlichen Gründen wird die LRSt in einen
eingetragenen
Verein umgewandelt. Die Vertreter von 21 Stützpunkten gründen
den „Deutschen Flugbeobachtungsdienst – Luftrettungsstaffel Bayern“.
Fast
alle bisherigen Stützpunkte treten dem neuen Verein bei.
Gründungspräsident
ist Ernst Schramm,Vizepräsident Franz Hofmann (Haßfurt).
Herbst: Einsatz von LRSt-Flugzeugen und staatlichen Luftbeobachtern
bei den Katastrophenschutz-Großübungen der Regierungsbezirke
Schwaben und Oberbayern („Almrausch“).
1978
Die LRSt verfügt nun auf 32 Stützpunkten über 154
Flächenflugzeuge
und 5 Hubschrauber.
Das BStMI beginnt mit der ersten Vorrüstaktion für FuG 7b
Sprechfunkgeräte: in zunächst 9 LRSt-Flugzeugen werden
Antennen,
Gerätehalterungen und Stromversorgungskabel eingebaut. Bei Bedarf
können so rasch und sicher Funkgeräte zur direkten
Verständigung
mit Feuerwehr, Polizei und THW eingebaut werden.
28. Juni: General a.D. Erich Hampe, Vater der
Luftrettungsstaffel,
stirbt im Alter von 89 Jahren in Bonn Hangelar.

17. Juli: Verlagerung der Luftbeobachter-Lehrgänge von
Eichstätt
nach Würzburg an die Staatliche Feuerwehrschule.
28. Oktober: Vom US-Flugplatz Feucht aus nehmen 4 Flugzeuge der Staffel
an der mittelfränkischen Katastrophenschutz-Großübung
„Nürnberger
Reichswald“ teil. Insgesamt 2500 Helfer proben den Ernstfall.
1979
17. Februar: Pfaffenhofen/Ilm wird neuer Stützpunkt der LRSt.
April: Simon Nüssel, Staatssekretär im Bayerischen
Landwirtschaftsministerium,
wird zum neuen Vizepräsident der LRSt gewählt. Bereits seit
1968
ist er Einsatzflugzeugführer des Stützpunkts Bayreuth.
Juli: Festakt zum 10-jährigen Bestehen der LRSt in Bamberg. Nun
stehen auf 33 Stützpunkten 384 ehrenamtlichen Piloten mit 160
Flächenflugzeugen
und zwei Hubschraubern bereit.
Herbst: Auf jedem Stützpunkt ist nun mindestens ein Flugzeug
für
den schnellen Einbau von FuG 7b Funkgeräten des
Katastrophenschutzes
vorgerüstet. Die Geräte selbst sind bei Polizeidienststellen
und Behörden eingelagert und für die Luftbeobachter
reserviert.
November: 1. Weiterbildungslehrgang der LRSt für ihre
Flugbereitschafts-
und Stützpunktleiter an der Staatlichen Feuerwehrschule
Würzburg.
Ein Flächenflugzeug und ein Hubschrauber der LRSt werden bei der
Katastrophenschutz-Großübung
der Regierung von Oberfranken eingesetzt.
1980
Im Auftrag des BStMI beginnt die dezentrale Weiterbildung von
Luftbeobachtern
(Stufe II) auf den Stützpunkten der LRSt.
Zur Information ihrer Piloten, Mitarbeiter und Freunden gibt die
Luftrettungsstaffel
nun regelmäßig ihr Informationsblatt „LRSt aktuell“ heraus.
27./28. Juni: Bei der THW Großübung „Hahnenkamm 80“ richtet
die LRSt einen kompletten Feldflugplatz ein. Ein Flächenflugzeug
und
ein Hubschrauber überwachen das Übungsgebiet zwischen
Weißenburg
und Gunzenhausen, THW-Luftbeobachter lenken den Anmarsch von
Hilfskräften
und leiten z.T. deren Einsatz.
19. August: Der Schauspieler Heinz Rühmann erhält auf dem
Stützpunkt Königsdorf die goldene Verdienstmedaille der
Luftrettungsstaffel
aus den Händen von Vizepräsident Simon Nüssel. Bereits
Ende
der sechziger Jahre hatte Rühmann sein Flugzeug der LRSt für
die Verkehrsbeobachtung zur Verfügung gestellt.

September: Der Stützpunkt Kulmbach wird feierlich in Dienst gestellt.
1981
4. April: Eschenlohe bei Garmisch-Partenkirchen wird 34.
Stützpunkt.
Max Streibl, damals bayerischer Finanzminister, bezeichnet die Arbeit
der
LRSt als „ein leuchtendes Beispiel staatsbürgerliche Gesinnung“.
22. August: Ursula Thammer erhält in Bayreuth aus der Hand von
LRSt-Vizepräsident Simon Nüssel den 400.
Flugzeugführerausweis
der Staffel. Sie ist die vierte Pilotin der Staffel.
Winter: Staatsforst und LRSt starten Großversuch zur schnellen
Erfassung von Schneebrüchen aus der Luft, nachdem bei heftigen
Schneefällen
am 4. und 5.Dezember 2,8 Millionen Festmeter Holz gebrochen waren.
1982
Januar: Bayernweit stehen nun auf 34 Stützpunkten 421
ehrenamtliche
Piloten mit 165 Flächenflugzeugen und 3 Hubschraubern bereit.
Juni: Nach sechsjähriger Pause wieder landesweite
Großeinsätze.
10 Flugzeuge der Staffel werden gleichzeitig zur vorbeugenden
Waldbrandüberwachung
eingesetzt.
6. Juni: In den frühen Morgenstunden entdeckt die Besatzung eines
LRSt Suchflugzeuges bei Bayreuth das Wrack des abgestürzten
Rettungshubschraubers
„Christoph 20“
1983
Ab 16. Juli: Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad suchen Flugzeuge der
Staffel nach Waldbränden. Zwischen 28.7. und 2.8. wird der Einsatz
auf ganz Bayern ausgedehnt. Die Bilanz: 18 Wald- und 31 sonstige
Brände.
Siebenmal fordern Löschkräfte Luftbeobachtung an, da sie von
Spaziergängern gemeldete Brände nicht finden können.
In Würzburg findet der erste zentrale Weiterbildungslehrgang des
BStMI für Luftbeobachter (Stufe III) statt. Damit steht ein lange
gefordertes, ausgewogenes Aus- und Weiterbildungskonzept.
Ein LRSt-Flugzeug aus Bayreuth findet einen notgelandeten
US-Hubschrauber.
1984
26.4 bis 3.5.: Wieder landesweiter Einsatz der LRSt zur Waldbrandsuche.
23 Feuer können noch im Entstehungsstadium gesichtet werden, die
Schäden
bleiben daher niedrig. Eindruck eines Zeitungsreporters, der einen der
Einsätze mitgeflogen war: „Nein, mit Spass hat die
Luftüberwachung
der Wälder nichts zu tun. Das ist Knochenarbeit!“
Das 50. Flugzeug der LRSt wird mit einer Halterung für FuG 7b
Funkgeräte des Katastrophenschutzes ausgerüstet. 37
Einbausätze
hat das BStMI finanziert, die restlichen die LRSt aus Eigenmitteln
beschafft.
16. Juni: Rothenburg o.d.T. wird 35. Stützpunkt. Innenminister
Karl Hillermeier übernimmt die Schirmherrschaft. Zur LRSt meint
er:
„als öffentliche Einrichtung hätte die Luftrettungsstaffel
nur
unter unvertretbarem wirtschaftlichen Aufwand und auch dann kaum mit
gleicher
Effizienz entstehen können“.
1985
April/Mai: Einsatz der LRSt bei der vorbeugenden Waldbrandbeobachtung.
Insgesamt werden 1985 vier Wald- und fünf sonstige Brände
gemeldet.
1986
Ministerpräsident Franz Josef Strauß verleiht dem
Präsidenten
der LRSt, Dipl.-Ing. Ernst Schramm, den Bayerischen Verdienstorden. Er
ehrt damit auch die ehrenamtliche Arbeit der mehr als 400 bayerischen
Luftretter.
14. Mai: Zu Beginn der waldbrandgefährdeten Zeit startet die LRSt
eine mehrteilige Plakatserie. Sie will damit auch alle anderen Flieger
an deren besondere Verantwortung bei der Früherkennung von
Waldbränden
erinnern.
Der Bundeswehrfliegerhorst Fürstenfeldbruck wird 36.
Stützpunkt
der Luftrettungsstaffel. Damit ist der flächendeckende Ausbau der
Staffel abgeschlossen.
12. Grundlehrgang für Luftbeobachter an der Staatlichen
Feuerwehrschule
Würzburg. Wie immer seit 1971 stellt die LRSt auch diesmal
Ausbilder,
Piloten, Flugzeuge und Flugplatz dem Innenministerium zur
Verfügung.
1987
26. März: Ministerialdirigent a.D. Dr. Helmut Oehler,
langjähriger
Referent und späterer Abteilungsleiter im Bayerischen
Innenministerium
wird zum ersten Ehrenmitglied der LRSt Bayern ernannt. Sein
langjähriger
Mitarbeiter, Hans Storner, erhält die goldene Verdienstmedaille
der
LRSt. Der Festakt findet in der Münchner Residenz statt.
Oktober: 4. Weiterbildungslehrgang für Stützpunktleiter und
Ausbildungsbeauftragte der LRSt in Geretsried.
27. November: Durch Brandstiftung werden alle Flugzeuge und
Einrichtungen
des Stützpunkts Kempten total zerstört.
1988
April: Start des Pilotprojekts „Biotopschutz aus der Luft“ auf dem
Stützpunkt Würzburg-Hettstadt. Alle Landschafts- und
Naturschutzgebiete
des Landkreises Würzburg werden regelmäßig aus der Luft
überwacht.
5. August: 5. Fortbildungslehrgang für Stützpunktleiter und
Ausbilder der LRSt an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried.
September: Mitwirkung von zahlreichen LRSt-Stützpunkten und
Luftbeobachtern
an Großübungen im Rahmen der Brandschutzwoche. Sie steht
1988
unter dem Motto: „Durch Feuer stirbt der Wald am schnellsten“.
23. Oktober: Richard Altvater, Präsident des Luftsportverband
Bayern, wird im Rahmen des Festakts zum 20jährigen
Staffeljubiläum
zum zweiten Ehrenmitglied der LRSt ernannt. Er hatte die Staffel seit
deren
Neuaufbau von 1975 an großzügig unterstützt.
1989
Juni: Beginn der Luftüberwachung des „Wiesenbrüter-Programms“
im Altmühltal durch die Stützpunkte Ansbach-Petersdorf und
Weißenburg.
Aus der Luft wird überwacht, ob Landwirte die
Bewirtschaftungsvereinbarungen
zum Schutz gefährdeter Vogelarten einhalten.
20. September: Vom Flugplatz Donauwörth aus beginnt der Abwurf
von Impfködern gegen die Tollwut. Zunächst nur über
Schwaben
durchgeführt, werden diese Flüge in den nächsten Jahren
fast auf ganz Bayern ausgedehnt. Als Ergebnis der
großflächigen
Ausbringung von Impfködern geht die Tollwut massiv zurück. Ab
1995 werden immer mehr dieser Einsätze an privatwirtschaftliche
Unternehmen
vergeben. Bis zur Einstellung der Flüge werden von Flugzeugen der
LRSt mehr als zwei Millionen Impfköder abgeworfen!
24. November: Bei einem Festakt in Landshut wird die Arbeit der LRSt
von Umweltminister Alfred Dick mit der Bayerischen Umweltmedaille
ausgezeichnet.
Die Luftrettungsstaffel erhält die Auszeichnung zusammen mit den
Bayerischen Feuerwehren verliehen.
1990
Februar/März: Einsatz der LRSt zur großräumigen und
schnellen Erfassung von Windbruchschäden. Die Orkane „Vivian“ und
„Wiebke“ hatten bayernweit verheerende Schäden hinterlassen.
Allein
in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau entsteht auf einer
Fläche von 200 Hektar ein Schaden von 40 Mio. DM.

Der Stützpunkt Fürstenfeldbruck beginnt für das Bayerische Landesamt für Wasserwirtschaft mit der Lawinenerkundung aus dem Flächenflugzeug. Beflogen werden u.a. Allgäu und Berchtesgadener Land.
1991
Frühjahr: Präsentation des LRSt-Informationsvideos. Es steht
ab sofort allen Stützpunkten, aber auch Feuerwehren und anderen
zur
Verfügung.
Alle Flugbereitschaftsleiter werden mit Telefaxgeräten
ausgestattet.
Die Kommunikationsmöglichkeiten im Einsatzfall sind somit
entscheidend
verbessert.
Wegen Inbetriebnahme des neuen Münchner Flughafens muß der
Stützpunkt Freising geschlossen werden. Ein Ersatzflugplatz ist
nicht
verfügbar.
1992
Bei 300 angeordneten Einsatzflügen entdecken Luftbeobachter und
Piloten der LRSt 41 Brände. Dank der frühzeitigen Meldungen
können
auch diesmal größere Schäden vermieden werden.
1993
September: Auf bitten von Innenminister Beckstein sucht die LRSt
nach Borkenkäfernester im Bergwald.
15. Oktober: Mit einem Festakt auf der Nürnberger Kaiserburg
feiert
die Luftrettungsstaffel Bayern ihr 25jähriges Bestehen.
Innenminister
Dr. Günther Beckstein unterstreicht dabei, dass die LRSt eine
bayerische
Besonderheit sei, die die Verbundenheit der Bürger mit ihrem Staat
zeige: „Wir brauchen Menschen, die bereit sind, in solchen Bereichen
mitzumachen;
kein Staat kann gedeihen, ohne die engagierte Mitarbeit seiner
Bürger“.
Im Lauf des Jahres werden 11 Waldbrände und 6 sonstige Feuer von
Flugzeugen der LRSt gemeldet.
1994
Juli: Der Bundesverband für Selbstschutz präsentiert erstmals
seine Wanderausstellung „Wir helfen gemeinsam“. Neben allen anderen im
Freistaat tätigen Hilfsorganisationen, wird auch die LRSt
ausführlich
dargestellt. In den folgenden Jahren macht die Ausstellung fast in ganz
Bayern Station.
1995
12./13. März: Nach der Havarie eines Öltankers auf der Donau
fliegen Flugzeuge der LRSt für das Landratsamt Passau
Einsätze
zur Schadenserkundung und Dokumentation der Ölverschmutzung.
22. April: Große Luftbeobachter-Lehrübung des Landkreises
Garmisch-Partenkirchen und des Stützpunkts Eschenlohe. Geprobt
wird
die Bekämpfung eines Bergwaldbrandes im Eschenlainetal.
1. Dezember: Auf dem Deutschen Luftfahrertag in Hannover ehrt der
Deutsche
Aero Club die langjährige Arbeit der Luftrettungsstaffel Bayern
mit
der „Ehrenmedaille des DAeC“ in Gold.
1996
20. April: Dipl.-Ing. Reiner Vorholz wird von der Hauptversammlung
der LRSt zum neuen Präsidenten gewählt. Er ist zugleich
Landesbeauftragter
des Technischen Hilfswerks für Bayern und auf dem Stützpunkt
München-Neubiberg seit vielen Jahren Einsatzpilot der LRSt sowie
Referent
im Stab der Staffel. Sein Vorgänger, Gründungspräsident
Dipl.-Ing. Ernst Schramm, hatte aus Altersgründen nicht mehr
kandidiert.
Schramm gehörte zu den Männern der ersten Stunde. Bereits
1968
war er Stützpunkt- und wenig später auch Ausbildungsleiter
der
Staffel. 1975 übernahm er die Leitung der LRSt und baute diese zu
einer bundesweit einmaligen Hilfsorganisation auf. Auch Staatsminister
a.D. Simon Nüssel kandidiert aus Altersgründen nicht mehr.
Seit
1979 hatte er das Amt des Vizepräsidenten inne.
1997
April: Auf dem Stützpunkt Pfaffenhofen/Ilm werden bei einer
Übung
versuchsweise Live-Fernsehbilder von einem LRSt-Hubschrauber in die
Einsatzzentrale
des Landratsamtes übertragen.
Herbst: Der Stützpunkt Coburg scheidet aus der Luftrettungsstaffel
aus.
1998
9. Mai: Der Flugplatz Mühldorf/Inn wird in die Luftrettungsstaffel
aufgenommen. 16 Piloten mit 8 Flächenflugzeugen und einem
Hubschrauber
wollen künftig in der LRSt mitarbeiten.
Regierungsvizepräsident
Dr. Heinz Huther, schon bei der Gründung der LRSt 1968 mit dabei,
würdigte dieses Engagement: „Die Ehrenamtlichkeit und damit der
Dienst
an der Allgemeinheit ist heute leider nicht mehr
selbstverständlich“.
Johannes Schramm „Erfinder“ des Impfköderabwurfs aus
Flächenflugzeugen
und langjähriger Fachreferent für Impfköderaktionen,
wird
Ehrenmitglied.

Auf den nunmehr wieder 34 Stützpunkten der LRSt stehen 286
Piloten,
154 Flächenflugzeuge und 7 Hubschrauber bereit. 62 Maschinen sind
für den Einbau von Funkgeräten des Katastrophenschutzes
vorgerüstet.
11. Mai: 10. Weiterbildungslehrgang für Stützpunktleiter
der Luftrettungsstaffel an der Feuerwehrschule Geretsried.
Juli: Empfang der Staatsregierung in der Würzburger Residenz
anlässlich
des 30jährigen Bestehens der Staffel.
6. Juli: 20. Luftbeobachter-Lehrgang der Stufe I (Grundausbildung)
an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg. Seit 1968 hat die
LRSt
im Auftrag des BStMI mehr als 500 Fachkräfte der Feuerwehren,
Forstverwaltung
und des Katastrophenschutzes zu Luftbeobachtern ausgebildet.
August: Erprobung des schnellen Einsatzflugzeuges (SEF) durch die
Flugbereitschaft
Unterfranken. In Zeiten höchster Waldbrandgefahr steht den
Behörden
ein sofort einsatzbereites Flugzeug mit Piloten zur Verfügung.
Unklare
Schadensmeldungen können sofort aus der Luft geklärt werden
und
Lagebericht an die Leitstellen übermittelt werde. Das SEF ist mit
BOS-Funk ausgerüstet, der Pilot, ausgebildeter Luftbeobachter
besitzt
die BOS-Funk-Berechtigung. Bei Bedarf kann ein Luftbeobachter zur
Unterstützung
aufgenommen werde.
12.August: Erster erfolgreicher Nachteinsatz der Luftrettungsstaffel.
1999
8. Mai: Dipl. Ing. Reiner Vorholz wird als Präsident der Staffel
wiedergewählt. Der Stützpunkt Coburg-Brandensteinseben tritt
aus der Staffel aus.
Das Staatsministerium des Innern befürwortet den Einsatz des
„Schnellen
Einsatzflugzeug (SEF)“ in allen Regierungsbezirken.
2000
Mai: 11.Weiterbildungslehrgang in Geretsried für
Flugbereitschaftsleiter
und deren Stellvertretern.
13. Mai: Hans Thammer und Johann Weinholzner werden von der
Jahreshauptversammlung,
in Bamberg, zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Klaus Stelter, stellvertretender Schulleiter a.D. der Staatlichen
Feuerwehrschule
Würzburg, langjähriger Ausbilder für Luftbeobachter,
wird
als Referent in das Präsidium der Staffel berufen.
27. Mai: Mitwirkung der Staffel bei der unterfränkischen
Katastrophenschutzgroßübung
„Mainschleife 2000“
Juni: Die Luftrettungsstaffel Bayern e.V. präsentiert sich mit
eigener Homepage www.lrst.de im Internet.
Juni: In Augsburg findet die "Interschutz", größte
Katastrophenschutzmesse
Europas statt. Die Luftrettungsstaffel Bayern e.V. ist sowohl auf dem
Stand
des Bayerischen Staatsministeriums des Innern als auch auf dem
Freigelände
mit einem eigenen Stand vertreten.
September: Der Bayerische Staatsminister des Innern, Dr. Günther
Beckstein lobt die Luftrettungsstaffel für ihre Einsätze und
bezeichnet sie als das "fliegende Auge des bayerischen
Katastrophenschutzes.
Minister Beckstein hatte die Schirmherrschaft für die Fortbildung
Stufe II in Mittelfranken übernommen.
2001
Mai: Großübung „Adlerauge“
in Unterfranken stellte die Leistungsbereitschaft der Staffel unter
Beweis. Erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem BGS, der
Polizeihubschrauberstaffel,
verschiedenen Rettungsorganisationen und Feuerwehren unter
Staffelleitung
allseits anerkannt und gelobt. Aufmerksame Beobachter waren
Entscheidungsträger
von Ministerium, Regierung, Bundeswehr, BGS, Polizei, THW,
Rettungsdiensten,
Freiwilligen- und Berufsfeuerwehren und den Amerikanischen
Streitkräften.
Jahreshauptversammlung beschließt Einrichtung des neuen
Stützpunktes
Regensburg-Oberhub.
Erfolgreiche Übung der Flugbereitschaft Mittelfranken am Flughafen
Nürnberg.
Juli: 21. Grundausbildungslehrgang
für Luftbeobachter an der Staatlichen Feuerwehrschule
Würzburg
erfolgreich abgeschlossen.
September: 12. Lehrgang für Einsatzpiloten und Personal der
Staffel
in Geretsried. Schlechtes Wetter lässt keine Übungsflüge
zu.
In rund 6000 Überwachungsstunden wurden von der Staffel neben
vielen Ereignissen und Unfällen 11 Brände, darunter zwei
Wald-
und ein Gebäudebrand gemeldet.
2002

Mai: In Unterfranken findet mit „Searching wings“ die erste
gemeinsame
Übung der Staffel mit amerikanischen Streitkräften statt. Auf
dem Army Airfield Giebelstadt üben unter Staffelleitung
amerikanische
Hubschrauber und Feuerwehren mit deutschen Feuerwehren und
Rettungskräften.
U.a. kommt ein 5000 Liter Außenlastbehälter mit einer CH 47
zum Einsatz. Über fünfzig Entscheidungsträger relevanter
K-Organisationen sowie Reporter von TV, Rundfunk und Presse nehmen als
Beobachter teil. Der Bayerische Rundfunk berichtete live aus der
Einsatz-Leitstelle.
Juli: Der neue Ausbildungsleiter Christian Simbeck besteht beim 9.
Fortbildungslehrgang für Luftbeobachter an der Staatlichen
Feuerwehrschule
Würzburg seine Bewährungsprobe.
August: Ehrenpräsident Ernst Schramm
feiert seinen 80. Geburtstag. Die Staffel hilft bei der
Bewältigung
der Fluten in Bayern und in den neuen Bundesländern.
September: Staatsempfang in der
Münchner
Residenz für die Helfer der Flutkatastrophe.
13. Fortbildungslehrgang für
Stützpunkleiter
und Ausbildungspersonal in Geretsried.
2003
„Die Staffel hat ihre Bewährungsprobe erfolgreich bestanden. Sie
verdient höchste Anerkennung“, so Bayerns Innenminister Dr.
Günther
Beckstein. Bei 1029 Einsatzflügen mit einer Dauer von
insgesamt
1547 Stunden und 7540 freiwilligen Überwachungsflügen mit
einer
Dauer von 4893 Stunden wurden 1029 Brandstellen entdeckt, lokalisiert
und
überprüft. Dabei wurden 44 Waldbrände, 101
Flächenbrände,
23 unbeaufsichtigte Feuerstellen, 12 Häuser-, 9
Fahrzeugbrände
und 3 Müllverbrennungen festgestellt! Bayernweit waren
täglich
bis zu 14 Flugzeuge in der Luft. Ein Rekordjahr, mit mehr
Einsätzen
als in den letzten 10 Jahren zusammen!
Aber die Staffel hatte auch schwere Verluste; sie musste das Ableben
ihrer Ehrenmitglieder Ministerialdirigent a.D. Dr. Helmut Oehler und
Flugbereitschaftsleiter
a.D. Hans Thammer melden. Mit ihnen hat
die Staffel zwei Männer der „ersten Stunde“, hoch engagierte
und
verdiente Kameraden, verloren.
Juli: Empfang der Staatsregierung zum
35jährigem
Bestehen der Luftrettungsstaffel auf der Kaiserburg in
Nürnberg.
Festredner vor zahlreichen hochrangigen Ehrengästen war der
bayerische
Innenminister Dr. Günther Beckstein.

An der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg wurden im 22.
Grundlehrgang wieder 22 neue Luftbeobachter erfolgreich
ausgebildet.
August: Die LRSt ist bei einer Pressekonferenz
der Innenministeriums als kompetenter Ansprechpartner für
Pressevertreter
zugeladen und stellt ein Einsatzflugzeug mit Besatzung für die
Berichterstatter
bereit.
September: Wegen der hohen Zahl der Einsatzflüge wurde auf eine
fliegerische Fortbildung in Geretsried verzichtet.
Karl Binai, scheidender Vorsitzender
des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, erhält die goldene
Verdienstmedaille
der LRSt-Bayern.
2004
Kein Jahr zum Ausruhen, aber zum „Durchschnaufen“. Nach dem vergangenen
Rekordsommer waren die Flugzeuge der Staffel auch im diesem Jahr
überdurchschnittlich gefordert: 5 957 Stunden waren sie
freiwillig, 273 Stunden angefordert in der Luft. Bei ihren
Beobachtungsflügen wurden hunderte Feuerstellen kontrolliert und
dabei 32 Brände (darunter 11 Waldbrände) entdeckt. Auch die
Ortung der vom Borkenkäfer geschädigten Bäume (114
Fälle) war ein Arbeitsschwerpunkt der Staffel. Die Weiter- und
Ausbildungsarbeit der Flugbereitschaften steht mit 173 Flugstunden zu
Buche. Auf dem 23. Grundlehrgang in
Würzburg wurden 24 neue Luftbeobachter ausgebildet. Der 14. Fortbildungslehrgang für
Staffelpersonal in Geretsried befasste sich u.a. mit der
Erprobung des Thielert-Dieselmotors. Adolf Neubert (Presse) und
Johannes Weinholzner (Personal) übernahmen vakanten Referate. Mit
Unterstützung des Innenministeriums wurde eine Nachrüstaktion
für BOS-Funk-Antennen für Einsatzflugzeuge durchgeführt.
2005
In einem „feuchten Sommer“ 2005 in war die Luftrettungsstaffel kaum
gefordert und nur 118 Stunden im Einsatz. Dabei und in
7.749 freiwilligen Überwachungsflügen mit insgesamt 5.309
Stunden Dauer, wurden 135 Feuerstellen angeflogen, kontrolliert
und lokalisiert. Dabei wurden 16 Flächenbrände, 13
Waldbrände, 4 unbeaufsichtigte Feuer. 3 Hausbrände, 3
Kfz-Brände und 3 schwere Verkehrsunfälle gemeldet.
Darüber hinaus dokumentierten die Piloten der Staffel insgesamt 11
Verkehrsunfälle, Wasserverschmutzungen und Hochwässer. In 79
Fällen mussten bayernweit wieder vom Borkenkäfer
befallene Bäume registriert, lokalisiert und den
Forstbehörden gemeldet werden. Die Staffel bildete in diesem Jahr,
zusammen mit der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, 22 neue Luftbeobachter aus und schulte
ihre Piloten auf dem 15. Staffel-Lehrgang
an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried. Präsident
Herrmann wurde vom Luftsportverband Bayern für seine
Aktivitäten mit der Ehrennadel in Gold
ausgezeichnet.
2006
Zu Beginn des Jahre musste die Staffel den Verlust eines
verdienten Kameraden beklagen: Erwin
Schießl, ehemaliger Stützpunkt- und
Flugbereitschaftsleiter hat uns verlassen. Ihm folgte im Herbst Rudolf
Uhlherr; beiden werden wir stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Einem
trockenen Frühjahr folgte ein heißer Frühsommer, so
dass die Staffel bayernweit gefordert war und zahlreiche Feuer im
Entstehungsstadium melden konnte. Leider musste die für Mai
geplante Vorbereitung auf den WM-Einsatz entfallen, da ein allgemeines
Flugverbot ausgesprochen wurde und keine Ausnahmegenehmigung für
die Staffel erfolgte. Der LRSt-Lehrstab bildete in diesem Jahr,
zusammen mit der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, 24 erfahrene Luftbeobachter fort und
schulte ihre eigenen Piloten auf dem 16.
Fortbildungslehrgang, erstmals in Würzburg. In einer vom
Innenministerium finanzierten Aktion wurden alle Vorbereitungen
getroffen, die Luftbeobachter an den LRSt-Stützpunkten mit einem
speziellen Headset auszurüsten, das sowohl die Kommunikation mit
dem Piloten als auch die Durchführung des BOS-Funks
ermöglicht. Die Staffel war auf den Staatsempfängen
anlässlich des 200jährigen Bestehens des Bayerischen
Staatsministerium des Innern als auch des 20jährigen
Bestehens des THW in Bayern, vertreten. Mit über 6000
freiwilligen Überwachungsstunden erreichten die Piloten der LRSt
wieder ein hervorragendes Ergebnis. Am Jahresende wurde der
Stützpunkt Augsburg, auf eigenen Wunsch, aus der Staffel entlassen.
2007
Ein
extrem trockenes Frühjahr mit einem folgenden
heißen Frühsommer forderten den vollen Einsatz der Staffel.
Bis zum 25. Mai
waren die Überwachungsflugzeuge bereits fast 1 200 Stunden
über Bayern
einsatzmäßig unterwegs. Insgesamt wurden mehr als 7000
Überwachungsstunden von
den Einsatzpiloten erbracht. Dabei wurden 519 Feuerstellen angeflogen
und
kontrolliert, wobei 45 Wald- und 45 Flächenbrände, 31
unbeaufsichtigte
Feuerstellen, 3 Hausbrände sowie ein Kfz-Brand gemeldet wurden.
Darunter war
auch der folgenreichste Waldbrand am Thumsee. Durch Innenminister Dr.
Günther
Beckstein wurden Ende Mai die von der Staffel entwickelten Hör-Sprechgarnituren
für Luftbeobachter übergeben. Sie ermöglichen eine
optimale Verständigung
zwischen Pilot und LBO und zwischen LBO und den Einsatzkräften am
Boden und
haben sich in der Zwischenzeit sehr bewährt. An der Staatlichen
Feuerwehrschule Würzburg wurden wieder 26
neue Luftbeobachter ausgebildet. Staatsminister Dr. Beckstein wird
neuer Ministerpräsident; ihm folgt Joachim
Herrmann im Amt des Innenministers.
2008
Das Jahr 2008 war für die Luftrettungsstaffel ein relativ
ruhiges Jahr mit nur etwas mehr als 140 Einsatzstunden. Zusätzlich
zu den
angeordneten Flügen erbrachten die Einsatzpiloten der Staffel
über 6000 Stunden
freiwilliger und kostenloser Überwachung des Freistaates aus der
Luft. Wieder
mussten Brandstellen überprüft und 2 Wald- und einige
Flächenbrände gemeldet werden. Dazu kam
die Lokalisierung weiter Schadensstellen in den bayerischen
Wäldern. 2008 war
kein Jahr der Extreme und Katastrophen, sondern ein Jahr anderer,
angenehmer
Ereignisse: Das Präsidium der Staffel
erhielt an historischer Stätte, der
Flugwerft Oberschleißheim, einstimmig das Votum der
Mitgliederversammlung für
die nächsten drei Jahre.

Der ehemalige Bayerische Innenminister und spätere
Ministerpräsident Dr. Günther
Beckstein wurde Ehrenmitglied der Staffel. Arnbruck
wurde als 32. Stützpunkt der Staffel wieder in Dienst gestellt.
Die Piloten
aller Flugbereitschaften konnten zusammen mit den Luftbeobachtern ihren
Ausbildungsstand unter Beweis stellen. In
Mittelfranken, im Beisein des
Staatsministers für Landwirtschaft und Forsten, und in
Oberbayern bei erfolgreichen
Großübungen. In erstmals zwei Grundlehrgängen an der
Staatlichen
Feuerwehrschule Würzburg wurden 44
neue Luftbeobachter ausgebildet. Mit einem
Festakt und anschließendem Staatsempfang
des Bayerischen Ministerpräsidenten,
vertreten durch Innenminister Joachim Herrmann, feierte die
Luftrettungsstaffel, als bundesweit
einmalige Fliegergemeinschaft dieser Art, ihr 40jähriges
Bestehen.
Über die
Arbeit der Staffel informiert die neu erschienene Festschrift: 40
Jahre
Luftrettungsstaffel Bayern e.V.
2009
Nach einem
extrem trockenen Frühjahr und Frühsommer, mit
überdurchschnittlich vielen
Einsätzen der Staffel, war der Sommer mit ausreichenden
Niederschlägen und nur
kurzen Trockenperioden nicht durch hohe Waldbrandgefahr gekennzeichnet.
Trotzdem hielten die Einsatzpiloten der Staffel ihre Augen offen und
übertrafen
mit ihren freiwillig geleisteten
Einsatzstunden wieder die 6.000-Stunden-Marke! Neu in die Aufgaben der
Luftrettungsstaffel wurden Dokumentationsflüge über die
Früh- und Spätschäden
des Eichenprozessionsspinners aufgenommen.
Im April fand
in Bad Kissingen die
LRSt-Jahreshauptversammlung statt. Auf
dieser Versammlung wurden Klaus Stelter
(Referent LBO-Ausbildung) und Christian Simbeck (Ausbildungsleiter) aus
dem
Präsidium verabschiedet und mit dem Silbernen Ehrenbecher der LRSt
ausgezeichnet. Der Deutsche Feuerwehrverband ehrte LRSt-Präsident
Karl Herrmann
mit der Deutschen Feuerwehr Ehrenmedaille.
In Geretsried
fand der 17. Lehrgang
für LRSt-Personal statt. Neben der
Vermittlung von
Grundlagenwissen über den
bayerischen Katastrophenschutz, des organisatorischen Hintergrunds der
Luftrettungsstaffelarbeit, war erstmals
seit Jahren (wetterbedingt) wieder Flugbetrieb möglich. Im Juli
folgte der 11.
Aufbaulehrgang für
Luftbeobachter an der Staatlichen
Feuerwehrschule Würzburg.
Hoher Gast bei diesem Lehrgang, bei dem erstmals auch das eps-web
erprobt
wurde, war Staatssekretär Dr. Bernd Weiß.
Im November
musste die Staffel von
einem Mann der „erste Stunde“, Hubert
Eilbacher, Abschied nehmen. Der ehemalige
Einsatzpilot, Stützpunktleiter Mainbullau und
LRSt-Ausbildungsleiter verstarb
nach langer, schwerer Krankheit.
2010
Nach
einem feuchten Frühjahr entwickelte sich ein nahtloser
Übergang von einem
extrem trocknen Frühsommer zu einem heißen „Kurzsommer“, der temperaturmäßig im Juli seinen
Höhepunkt
erreichte und überdurchschnittlich viele Einsätzen der
Staffel notwendig
machte. Ihm folgte ab August ein Sommer mit ausreichenden
Niederschlägen und
nur kurzen Trockenperioden, die nicht durch hohe Waldbrandgefahr
gekennzeichnet
waren. Trotzdem hielten die Einsatzpiloten der Staffel ihre Augen offen
und
übertrafen mit ihren freiwillig
geleisteten Einsatzstunden wieder die 6.000-Stunden-Marke!
Erstmals
war die Staffel auch in eine „Kontingentübung“ mit über 1000
beteiligen
Einsatzkräften, dem „Frankentornado“, einbezogen und konnte ihre
Einsatzvielfältigkeit beweisen.
Die
angeordneten Einsätze lagen mit 408 Stunden nur 20 Prozent unter
den
Einsatzstunden des Vorjahres. Bei ihren 9.201
Flüge mit einer Flugzeit von 6.688 Stunden
zur Unterstützung der Katastrophenschutzbehörden
und der Forstverwaltung
wurden u.a. 8 Wald-, 23 Flächen- und je 2 Kfz- und Hausbrände
festgestellt,
lokalisiert und gemeldet.
Ein
weiterer Schwerpunkt der Einsatzflüge war die Dokumentierung von
Baumschäden
durch Kupferstecher und Eichenprozessionsspinner.
Auf
der harmonischen Jahreshauptversammlung,
ausgerichtet durch den Stützpunkt
Bamberg, wurde LRSt-Vizepräsident Adolf Nüsslein mit der
Bayerischen
Feuerwehrehrenmedaille ausgezeichnet.
Bei
tropischen Temperaturen, unter höchst realen Einsatzbedingungen,
wurde an der
Feuerwehrschule Würzburg und auf dem LRSt-Stützpunkt
Hettstadt der 28.
Grundlehrgang für Luftbeobachter erfolgreich
durchgeführt. Als Ehrengäste
konnte Präsident Herrmann den Innenstaatssekretär Gerhard Eck
und den Leiter
des Luftamts Nordbayern, Wolfgang Brunner, begrüßen.
Im
direkten Anschluss an den LBO-Lehrgang, bei weiterhin hochsommerlichen
Temperaturen, fand der 18. Lehrgang
für LRSt-Personal wieder in Würzburg statt.
Dabei galt es für die LRSt-Piloten in die Rolle der Luftbeobachter
zu schlüpfen
und deren Aufgaben zu erfüllen um dabei auftretende Probleme zu
erkennen und zu
bewältigen. Bei einem Realfeuer konnten die „LRSt-Luftbeobachter“
erfolgreich
ihr Können beweisen.
Eine
besondere Ehre wurde dem LRSt-Ehrenmitglied, Schatzmeister und
Vizepräsident
Dr. Friedrich Gerfertz zu teil: der Luftsportverband Bayern ernannte
ihn wegen
seiner außerordentlichen Verdienste um den Luftsport zum LVB-Ehrenmitglied.
2011